Verdienen F1-Teams Geld?

Verdienen F1-Teams Geld? Nun ja, sowohl ja als auch nein. Im Jahr 2021 erzielten die Schwergewichte Red Bull und Mercedes einen Gewinn von etwa 10-20 Millionen Dollar, während die übrigen acht Teams kostendeckend arbeiteten oder zumindest in der Nähe davon lagen.

Angesichts von Budgets in Höhe von rund 450 Millionen Dollar im Jahr 2021 für die Topteams könnte man sich fragen, wo all dieses Geld geblieben ist.

Da die Formel 1 die Spitze des Motorsports darstellt, zieht sie die besten Fahrer, Administratoren und Ingenieure an, die man für Geld bekommen kann.

Dann müssen noch die Kosten für Forschung und Entwicklung sowie die Logistik für den Transport zu jedem Rennen berücksichtigt werden. Im Jahr 2021 umfasste der F1-Kalender 22 Rennen, 2022 und 2023 stieg die Zahl auf 23 Rennen. Für die Saison 2024 sind 24 Grand Prix geplant.

Die Kosten summieren sich schnell.

Also, wie verdienen F1-Teams trotz all dieser Ausgaben Geld?

Wie verdienen F1-Teams Geld?

Die Budgets von F1-Teams stammen aus mehreren Schlüsselquellen:

  1. Sponsoring
  2. Zahlungen von der Formel 1
  3. Pay-Driver
  4. Hersteller

Der lukrativste Weg für F1-Teams, Geld zu verdienen, ist durch Sponsoring. An zweiter Stelle stehen Preisgelder und Anreize, die direkt von der Formel 1 gezahlt werden. Außerdem erhalten manche Teams zusätzliche Zahlungen von Autoherstellern oder durch sogenannte ‘Pay-Driver’ wie Lance Stroll oder Nicholas Latifi.

Wie viel zahlen F1-Sponsoren?

Wie viel ein Sponsor beisteuert, kann zwischen 500.000 € bis zu 50 Millionen € pro Saison variieren. Es gilt ein gewisses Paradoxon – je erfolgreicher ein Team ist, desto mehr Sponsoring-Einnahmen kann es verlangen, aber um erfolgreich zu sein, braucht man eben die nötigen Mittel.

Ein Unternehmen kann schon mit 500.000 € pro Jahr Sponsor werden – allerdings ohne Markenplatzierung auf dem Auto oder dem Fahrer.

Für rund 1 Million € jährlich kann man ein Logo auf einem Mittelfeld-Fahrzeug platzieren. Wer ein Logo auf einem Ferrari, Mercedes oder Red Bull möchte, muss schon mit 3–5 Millionen € jährlich rechnen.

Hauptsponsoren zahlen zwischen 20–50 Millionen € pro Jahr – abhängig von Ruf und Erfolgen des Teams. So erhielt Mercedes z. B. im Jahr 2021 fast 20 % der TV-Berichterstattung, was sich im Preis widerspiegelt.

Für den Cognizant-Aston-Martin-Deal sollen 35 Mio. € geflossen sein, während Petronas 42 Mio. € an Mercedes zahlt. Der Oracle–Red Bull Racing Vertrag soll ca. 300 Millionen Dollar über fünf Jahre betragen.

Wie funktionieren die Auszahlungen in der F1?

Zahlungen durch die Formel 1 sind die zweitwichtigste Einnahmequelle für F1-Teams.

Jedes Team erhält rund 36 Millionen USD allein für die Teilnahme an der Meisterschaft – finanziert durch Einnahmen wie TV-Rechte und Streckensponsoring.

Zusätzlich gibt es Staffelungen je nach Platzierung in der Konstrukteurswertung. Für den 1. Platz 2021 erhielt Mercedes 61 Mio. USD, während Williams als Letzter 13 Mio. USD bekam.

Ferrari als traditionsreiches Team bekam zusätzlich 68 Mio. USD – als einziges Team, das diesen Betrag erhält.

Aber das ist nicht der einzige ungewöhnliche Sonderfall…

Ein ‘Constructors Championship Bonus’ von 35 Mio. USD wurde an McLaren, Red Bull, Mercedes und Ferrari für vergangene Erfolge gezahlt.

Williams erhielt 10 Mio. USD als ‘Heritage Payment’ und Red Bull bekam weitere 36 Mio. USD dafür, dass sie das erste Team waren, das das neue Concorde-Abkommen unterzeichnete.

Was ist ein Pay-Driver in der F1?

Ein Pay-Driver ist ein Fahrer, der nicht bezahlt wird, sondern für sein Cockpit durch Sponsoren selbst zahlt.

Solche Fahrer gibt es, seit es Motorsport gibt – allerdings stehen sie häufig besonders in der Kritik.

Aktuell profitiert Lance Stroll vom Vermögen seines Vaters Lawrence, Nicolas Latifi hat seinen Platz bei Williams den Sponsoren Lavazza und Sofina Foods zu verdanken. Auch Lando Norris war zunächst durch seinen Vater finanziert.

Ein umstrittener Fall war Nikita Mazepin, der 2021 dank des Sponsorings von Uralkali, dem Unternehmen seines Vaters, fahren durfte. Nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine löste Haas den Vertrag mit Uralkali auf – und Mazepin verlor sein Cockpit.

Wie verdienen F1-Konstrukteure Geld durch Autohersteller?

Hersteller nutzen die Formel 1 als Marketingplattform. Ist ein Team erfolgreich, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Kunden zur Marke greifen wollen.

So kann ein Formel-1-Fan z. B. eher zum Honda als zum Mercedes greifen, wenn er Red Bull unterstützt.

2019 steckte Mercedes-Mutter Daimler 80 Millionen USD ins Team, um beim erneuten Gewinn der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft zu helfen.

Zudem verdienen Konstrukteure durch den Verkauf von Motoren an andere Teams.

Beispielsweise liefert Mercedes Motoren an McLaren, Aston Martin und Williams – Ferrari beliefert Alfa Romeo und Haas.

Video: Wie F1-Teams Geld verdienen

Sara Eisen von CNBC gibt Einblick in die Formel 1 und zeigt, wie Teamchefs milliardenschwere Unternehmen führen, Sponsoren gewinnen und trotz Budgetbeschränkungen Hightech-Fahrzeuge entwickeln. Sehen Sie sich das Video an, um zu erfahren, was es braucht, um ein Rennauto über eine ganze Saison auf höchstem Niveau zu betreiben.

Liste der Formel 1 Sponsoren 2023

Alfa Romeo F1 Sponsoren & Partner

Titelsponsor: PKN Orlen

Weitere Partner: Adler, Acer, Acceleron, AMX, Camozzi, Code Zero, Delsey, DRF Bets, Singha, Additive Industries, Ferrari Trento, Floki, Globeair, Hyland, Iveco, Marelli, Mitsubishi Electric, Modere, Pirelli, Puma, Rebellion, Sebelt, Save the Children, Socios, Walter Meier, Web Eyewear, Zadara, ZCG

Übersetzung aus dem englischen Artikel “Do F1 Teams Make Money?

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