Was ist Telemetrie in der Formel 1?

Telemetrie in der Formel 1 bezeichnet die Echtzeitübertragung von Daten vom Auto an die Boxenmauer, wodurch die Teams verschiedene Aspekte der Fahrzeugleistung und -verhalten auf der Strecke überwachen und analysieren können. Diese datengesteuerte Technologie spielt eine entscheidende Rolle im modernen F1-Rennsport und ermöglicht es den Teams, fundierte Entscheidungen zu treffen und ihre Strategien auf dem Weg zum Sieg zu optimieren.

Im Kern umfasst die Telemetrie den Einsatz zahlreicher Sensoren, die im gesamten F1-Auto angebracht sind. Jeder Sensor misst einen bestimmten Parameter, wie z. B. Geschwindigkeit, Drehzahl, Reifendruck, Bremsentemperatur und mehr. Diese Sensoren erzeugen einen konstanten Datenstrom, der drahtlos an die Ingenieure an der Boxenmauer und im Werk übertragen wird.

Die Bedeutung der Telemetrie in der F1 kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. In einem Sport, in dem der Erfolg oft durch Sekundenbruchteile entschieden wird, kann die Fähigkeit, genaue Echtzeitdaten zu erfassen, zu analysieren und entsprechend zu handeln, über Sieg oder Niederlage entscheiden. Telemetrie ermöglicht es den Teams:

  1. die Gesundheit und Leistung der verschiedenen Fahrzeugsysteme zu überwachen
  2. Probleme zu identifizieren und zu diagnostizieren, bevor sie zu Ausfällen oder Unfällen führen
  3. das Reifenmanagement und den Kraftstoffverbrauch zu optimieren
  4. Entscheidungen zur Rennstrategie zu treffen, z. B. wann man an die Box fahren oder welche Reifenmischung verwendet werden soll
  5. den Fahrern wertvolles Feedback zu geben, um ihre Leistung zu verbessern

Mit einer Analyse von Gambling.com tauchen wir ein in den Datenstrom und erkunden die faszinierende Welt der Formel-1-Telemetrie.

Arten von Daten, die über Telemetrie erfasst werden

Formel-1-Autos sind mit einer Vielzahl von Sensoren ausgestattet, die verschiedene Arten von Daten erfassen. Diese Sensoren sind strategisch im Fahrzeug verteilt, um verschiedene Systeme und Komponenten zu überwachen. Die erfassten Daten lassen sich grob in drei Hauptbereiche unterteilen: Leistungsdaten, Zustandsüberwachungsdaten und Umweltdaten.

Leistungsdaten

Leistungsdaten beziehen sich auf Informationen über das Verhalten und die Leistung des Autos auf der Strecke. Dazu gehören:

  1. Geschwindigkeit: GPS- und Raddrehzahlsensoren messen die Geschwindigkeit des Autos in Echtzeit und liefern Daten zu Beschleunigung, Bremsen und Kurvengeschwindigkeit.
  2. Drehzahl: Motordrehzahlsensoren überwachen die Drehgeschwindigkeit des Motors und helfen Ingenieuren, Übersetzungsverhältnisse und Kraftstoffverbrauch zu optimieren.
  3. Gas- und Bremsstellung: Potentiometer messen die Position der Gas- und Bremspedale, sodass Ingenieure die Fahreraktionen analysieren und bei Bedarf optimieren können.
  4. Gangwechsel: Sensoren erfassen die Gangwechsel und liefern Daten zum Timing und zur Dauer jedes Wechsels, um das Getriebe zu optimieren.
  5. Federung: Lineare Wegsensoren und Potentiometer überwachen die Bewegung der Fahrwerkskomponenten und geben Aufschluss über Handling und Stabilität des Fahrzeugs.

Zustandsüberwachungsdaten

Zustandsüberwachungsdaten konzentrieren sich auf die Gesundheit und Leistung der verschiedenen Systeme und Komponenten des Autos. Dazu zählen:

  1. Reifendruck und -temperatur: In den Reifen eingebaute Sensoren messen Druck und Temperatur, um die Reifenleistung und den Verschleiß zu überwachen.
  2. Bremsentemperatur: Infrarotsensoren messen die Temperatur der Bremsscheiben und -beläge, um die Bremsenkühlung zu optimieren.
  3. Motortemperatur: Thermoelemente und Widerstandstemperaturdetektoren überwachen die Temperatur verschiedener Motorkomponenten wie Zylinder, Auspuff und Kühlflüssigkeit.
  4. Öldruck: Drucksensoren messen den Öldruck im Motor und Getriebe, um eine ordnungsgemäße Schmierung zu gewährleisten.
  5. Kraftstofffluss: Ultraschall-Durchflussmesser messen den Kraftstoffverbrauch und helfen bei der Strategieoptimierung.

Umweltdaten

Umweltdaten beziehen sich auf die Bedingungen, unter denen das Auto betrieben wird:

  1. Streckentemperatur: Infrarotsensoren messen die Temperatur der Streckenoberfläche, was Auswirkungen auf die Reifenleistung hat.
  2. Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit: Sensoren erfassen Lufttemperatur und -feuchtigkeit, die die Motorleistung beeinflussen können.
  3. Windgeschwindigkeit und -richtung: Anemometer liefern wichtige Informationen zur Aerodynamik und zum Kraftstoffverbrauch.

Dies sind nur einige Beispiele der umfangreichen Daten, die F1-Autos erfassen. Jedes Team kann eigene Sensoren und Datenpunkte nutzen. Das Datenvolumen kann an einem Rennwochenende über 1 TB pro Auto betragen, was eine effiziente Datenübertragung und Analyse unerlässlich macht.

Übersetzung aus dem englischen Artikel “What Is Telemetry In Formula 1?

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