Wie entwickeln Teams ein Formel-1-Auto?

Wie entwickeln Teams ein Formel-1-Auto? Wie bei den meisten Dingen in der Formel 1 sind Planung und Detailgenauigkeit entscheidend. Beim Entwickeln eines Autos und der Entscheidung, was aktualisiert werden soll, müssen Teams zuerst einen Plan aufstellen, woran gearbeitet werden muss – wo liegen die Stärken, die weiter maximiert werden können, und wo sind die Schwächen, die verbessert werden können?
 
Bei der Auswahl eines Upgrades müssen sich die Teams auf Bereiche konzentrieren, die die meiste Leistung in kürzester Zeit bringen, und gleichzeitig das Gleichgewicht zwischen dem Aufwand und dem Umfang des Projekts finden.
 
Grundsätzlich gilt: Je größer das Teil, desto länger dauert es, es zu entwerfen, herzustellen und auf die Strecke zu bringen. Die Teams müssen auch berücksichtigen, wie entscheidend ein Teil für die Struktur des Autos ist. Eine entscheidende strukturelle Komponente wie die Front- oder Heckflügel, die stark belastet werden, muss rigorosen Tests unterzogen werden, um strenge Sicherheitsvorschriften zu erfüllen. Daher werden solche Komponenten in der Regel sehr früh festgelegt.
 
Beim Blick auf die Aerodynamik richten die Teams ihren Fokus auf den Fahrzeugboden und den Diffusor, die große Abtriebsgeneratoren sind und lange Entwicklungszeiten haben. Danach geht es darum, kleinere Komponenten mit hoher Leistungsauswirkung und schnellerer Fertigung zu betrachten, wie etwa Bremskanäle, Bargeboards und Motorabdeckungen.
 
Sobald die Schwerpunktbereiche definiert sind, hängt der generelle Prozess zur Einführung eines Upgrades auf der Strecke vom jeweiligen Bauteil ab. Ob es sich um ein internes oder externes Bauteil handelt – sie müssen alle entworfen und getestet werden, bevor entschieden wird, ob man mit dem Konzept weitermacht oder eine andere Lösung sucht.
 
Nehmen wir ein aerodynamisches Teil als Beispiel: Die Aerodynamikabteilung entwickelt eine Reihe von Konzepten und Lösungen, die dann in numerischen Strömungssimulationen (CFD) getestet werden. Die besten Optionen werden als Komponenten für das Windkanalmodell gebaut, wo sie erprobt werden, bevor die endgültige Lösung zur Fertigung freigegeben und zur Strecke gebracht wird. Dieser gesamte Prozess kann mehrere Wochen dauern, weshalb die Planung der Upgrades und ein gut strukturierter Entwicklungszeitplan so wichtig sind.
 
Viele der innovativen Designs sind im Fernsehen nicht sichtbar, da sie unter der Karosserie liegen, z. B. das Getriebe oder die Kühlsysteme. Oft handelt es sich hierbei um viele kleine Dinge, die leicht umzusetzen sind und zwischen den größeren Upgrades eingeführt werden können.
 
Ein besonders interessanter interner Bereich für Upgrades ist der Motor, denn hier findet die ganze Aktion in den Brennkammern statt. Ingenieure können zahlreiche Updates am Motor entwerfen und implementieren, die von außen kaum wahrnehmbar sind.
 
Das galt für das DAS-Lenksystem, das Mercedes für 2020 entwickelte und das nur deshalb sichtbar war, weil die Fahrer das Lenkrad vor- und zurückbewegten – eine Innovation, die der Außenwelt ansonsten verborgen geblieben wäre.

Teile dieses Artikels wurden durch eine Pressemitteilung von Mercedes bereitgestellt.

Übersetzung aus dem englischen Artikel “How Do Teams Develop An F1 Car?

Written by

Jarrod Partridge

Jarrod Partridge is the Co-Founder of F1 Chronicle and an FIA accredited journalist with over 30 years of experience following Formula 1. A member of the AIPS International Sports Press Association, Jarrod has covered F1 races at circuits around the world, bringing first-hand insight to every race report, driver profile, and technical analysis he writes.

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